Neuss plant lebendiges Quartier "Am Konvent" mit Medizin, Wohnen und Freizeit
Marie FuchsNeuss plant lebendiges Quartier "Am Konvent" mit Medizin, Wohnen und Freizeit
Das Gelände „Am Konvent“ in Neuss steht vor einer umfassenden Neugestaltung. Die Pläne der Neuss Bau- und Liegenschaftsgesellschaft mbH (NBI) sehen eine Mischung aus medizinischen Einrichtungen, Wohnraum und Freizeitangeboten vor. Die endgültige Entscheidung über das Projekt soll im Herbst 2025 fallen.
Der „Bauausschuss“ der NBI arbeitet gemeinsam mit Fachfirmen an der Umgestaltung des Areals. Drei Hauptvarianten für die Neunutzung wurden ausgearbeitet.
In allen Varianten ist im Erdgeschoss Platz für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen, wobei ein Vollsortiment-Lebensmittelhändler bevorzugt wird. Die erste Etage soll sich auf Gesundheitsdienstleistungen konzentrieren, darunter Haus- und Fachärzte, Therapie- und Reha-Angebote. Ergänzend sind medizinnahe und präventive Einzelhandelsflächen geplant.
In der zweiten Etage entstehen Wohnräume – darunter auch seniorengerechte Apartments. Technische Einrichtungen wie Versorgungsräume werden in zwei der Varianten in weniger zugänglichen Bereichen des Erdgeschosses untergebracht, um auf dem Dach Platz für andere Nutzungen zu schaffen.
Alle drei Entwürfe sehen begrünte Erholungsflächen auf dem Dach vor. Einige Varianten ermöglichen zudem Indoor-Freizeitaktivitäten und Wellnessbereiche. Variante A setzt auf eine zurückhaltende Weiterverwendung der bestehenden Bausubstanz und plant die Umwandlung des Büroturms in Mietwohnungen. Allerdings bietet diese Lösung eine geringere Wohnqualität und ein niedrigeres Ertragspotenzial.
Variante C überzeugt durch die gelungene Kombination verschiedener Funktionen bei zurückhaltenden architektonischen Eingriffen. Sie umfasst moderne Mietwohnungen, einen neuen ebenerdigen Eingang und verspricht bei nur leicht höheren Baukosten eine bessere Rendite.
Ziel der Neugestaltung ist ein vielseitig nutzbarer Ort, der Gesundheit, Wohnen und Freizeit verbindet. Welche Variante umgesetzt wird, entscheidet sich im Herbst 2025. Die gewählte Lösung wird die zukünftige Nutzung des „Am Konvent“-Geländes über Jahre prägen.
