17 June 2026, 16:25

NRW-Polizei startet digitale Akten für effizientere Strafverfahren

POL-MG: Digitalisierung schreitet voran | Einführung der elektronischen Akte bei der Polizei NRW

NRW-Polizei startet digitale Akten für effizientere Strafverfahren

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat mit der Nutzung digitaler Akten in Strafverfahren begonnen. Die Umstellung startete am 24. März 2023 und ist Teil einer bundesweiten Initiative zur Modernisierung der Justiz. Bürger können bestimmte Behördengänge nun online erledigen, ohne persönlich vorstellig werden zu müssen.

Der Schritt folgt auf die Einführung der Internetwache im Jahr 2022, einem Online-Service, der es ermöglicht, Straftaten von zu Hause aus anzuzeigen. Jetzt erweitert die Polizei die digitalen Möglichkeiten weiter, indem sie die elektronische Einreichung und den Empfang von Unterlagen in Strafsachen zulässt.

Hintergrund der Maßnahme ist eine gesetzliche Vorgabe: Die Paragrafen 32 bis 32f der Strafprozessordnung schreiben vor, dass alle Strafakten bis zum 1. Januar 2026 digitalisiert sein müssen. Die Umstellung soll zudem Kosten sparen und Zeit einbringen, da der physische Transport von Akten zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft entfällt.

Trotz des Ausbaus digitaler Meldewege betont die Polizei, dass im Notfall weiterhin die Rufnummer 110 zu wählen ist. Ziel der Reform ist es, Abläufe effizienter zu gestalten und Ressourcen zu entlasten. Bis zum Stichtag 2026 muss die vollständige Umsetzung in allen Strafverfahren abgeschlossen sein.

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