NRW reformiert Kita-Finanzierung: 200 Millionen Euro mehr für frühe Bildung
Marie FuchsNRW reformiert Kita-Finanzierung: 200 Millionen Euro mehr für frühe Bildung
Nordrhein-Westfalen einigt sich auf umfassende Reformen der Kita-Finanzierung und Personalausstattung
Nordrhein-Westfalen hat eine Vereinbarung zu weitreichenden Reformen in der Kinderbetreuung getroffen. Familienministerin Josefine Paul und führende Verbände unterzeichneten heute den neuen Plan, der Millioneninvestitionen in die frühe Bildung vorsieht. Die Änderungen sollen die Betreuung in Kitas zuverlässiger gestalten und gleichzeitig bürokratische Hürden für Träger abbauen.
Kernstück der Einigung ist eine überarbeitete Fassung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz). Das Land stellt dafür jährlich zusätzliche 200 Millionen Euro bereit. Davon fließen mindestens 50 Millionen Euro direkt in die Einstellung neuen Personals. Die verbleibenden Mittel unterstützen die Träger ab kommendem Jahr durch freiwillige Zuschüsse.
Das neue Modell sieht eine Unterteilung der Betreuungszeiten in Kern- und Randzeiten vor. Mindestens fünf Stunden täglich müssen Fachkräfte die Kinder betreuen. Außerhalb dieser Zeiten können auch andere Mitarbeiter einspringen. Diese Regelung ermöglicht größere Gruppen bei gleichbleibender Aufsicht.
Das Ministerium plant, bis Ende 2024 einen Gesetzentwurf vorzulegen, der 2025 vom Landtag verabschiedet werden soll. Bei Annahme treten die Reformen im August 2027 in Kraft. Zudem versprachen die Verantwortlichen, die Bürokratie zu vereinfachen, um Kitas die Personal- und Ressourcenplanung zu erleichtern.
Die Vereinbarung bedeutet eine deutliche Aufstockung der Mittel für die Kinderbetreuung: Künftig stehen jährlich 200 Millionen Euro mehr zur Verfügung. Die Träger erhalten bereits jetzt Unterstützung durch freiwillige Landeszuschüsse, während sie sich auf die Umsetzung ab 2027 vorbereiten. Im Mittelpunkt der Reformen stehen eine höhere Verlässlichkeit und mehr Flexibilität in der frühen Bildung.






