NRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Gleise und Zugausfälle
Marie FuchsNRW und Bahn starten Großoffensive gegen marode Gleise und Zugausfälle
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um das marode Schienennetz des Landes zu modernisieren. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die anhaltenden Verspätungen und Zugausfälle zu bekämpfen und gleichzeitig den Weg für große Modernisierungsprojekte in den kommenden Jahren zu ebnen.
Das Schienennetz in NRW gehört zu den problematischsten Deutschlands: 2022 war jeder vierte Zug verspätet, jeder sechste fiel ganz aus. Besonders in Ballungsräumen häufen sich die Störungen – Grund genug für Landesregierung und Bahn, nun gemeinsam zu handeln.
Im Rahmen der neuen Kooperationsvereinbarung wollen beide Seiten die Pünktlichkeit erhöhen und wichtige Strecken ausbauen. Geplant sind umfassende Sanierungen auf stark frequentierten Verbindungen wie Hagen–Unna–Hamm, Köln–Bonn–Koblenz sowie der Achse Aachen–Köln. Langfristig soll sogar eine Direktverbindung von Köln nach London entstehen.
Ab Februar 2023 beginnen die Bauarbeiten auf der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. Zwar wird es kurzfristig zu Einschränkungen kommen, doch langfristig sollen die Maßnahmen zu spürbaren Verbesserungen führen. Priorität haben die Modernisierung von Bahnhöfen und Gleisanlagen, um Verspätungen zu reduzieren und die Kapazitäten zu erhöhen.
Die Vereinbarung sieht einen klaren Fahrplan für die Sanierung der überalterten Bahninfrastruktur in NRW vor. In den nächsten Jahren sind umfangreiche Bauvorhaben und Aufwertungen geplant. Gelingt die Umsetzung, könnte der Schienenverkehr im Land künftig zuverlässiger und effizienter werden.
