21 June 2026, 02:07

Österreichs neuer Trend: Warum Dankbarkeit statt Wut die bessere Wahl ist

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

Österreichs neuer Trend: Warum Dankbarkeit statt Wut die bessere Wahl ist

In Österreich hat sich ein neuer Umgang mit Frust etabliert: Statt sich über Ärgernisse zu ärgern, sollen Dankbarkeit und Selbstmitgefühl den Ton angeben – selbst in nervenaufreibenden Situationen wie etwa bei langsamen Autofahrern auf der Südautobahn.

Die Autorin bezeichnet sich selbst als „kognitive Minimalistin“, wenn Fehler passieren. Statt sich selbst zu kritisieren, plädiert sie für eine freundlichere Sprache. Dieser Ansatz erstreckt sich auch auf andere: Statt genervt zu reagieren, solle man Menschen für kleine Unannehmlichkeiten danken.

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In Österreich gilt Schimpfen oft als Ventil – fast wie eine Energiequelle oder eine Art Yoga. Das Land verfügt zudem über einen reichen Wortschatz an Schimpfwörtern, mit über 50 Bezeichnungen für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“. Diese sprachliche Vielfalt steht im Kontrast zu Islands berühmten 50-plus Begriffen für Schnee.

Mit einem Augenzwinkern schlägt die Autorin vor, den Buchtitel Radikale Freundlichkeit in Österreich zu verbieten. Doch die Kernbotschaft bleibt: Ärgernissen mit Wärme und Selbstachtung begegnen. Der Plan setzt auf kleine, aber bewusste Verhaltensänderungen. Langsame Autofahrer werden vielleicht weiterhin die Geduld strapazieren – doch die Reaktion könnte künftig Dankbarkeit sein. Ziel ist ein gelassenerer, freundlicherer Umgang mit alltäglichen Frustrationen.

Quelle