Paderborner Frauen verlieren über 140.000 Euro an raffinierte Betrüger
Marie FuchsPaderborner Frauen verlieren über 140.000 Euro an raffinierte Betrüger
Zwei Frauen aus Paderborn sind Opfer ausgeklügelter Betrugsmaschen geworden. Eine verlor über 60.000 Euro durch eine gefälschte Gewinnbenachrichtigung, die andere wurde von Heiratsschwindlern um mehr als 80.000 Euro betrogen. Beide Fälle wurden bei der örtlichen Polizei zur Anzeige gebracht.
Die 23-jährige Frau wurde über eine Messaging-App dazu gebracht, ihre vollständigen Online-Banking-Daten preiszugeben. Die Betrüger nutzten diese Zugangsdaten anschließend, um ihr Konto zu leeren. Ihre Bank hat das Konto inzwischen gesperrt, und die Behörden versuchen, das gestohlene Geld über eine Rückbuchungsanforderung zurückzuholen.
Das zweite Opfer, eine 68-jährige Frau, wurde über Facebook von Betrügern kontaktiert, die sich als verletzter Soldat im Einsatz im Nahen Osten ausgaben. Sie überwies über 80.000 Euro, bevor ihr der Schwindel auffiel. Ermittlungen führten die E-Mail-Konten der Täter nach Nigeria zurück und brachten den Fall mit der sogenannten Nigeria-Connection in Verbindung.
Dieses Netzwerk ist für langfristige Liebes- und Heiratsbetrügereien bekannt. Die Gruppe setzt auf emotionale Manipulation, um ihre Opfer zur Überweisung von Geld oder zur Herausgabe sensibler Finanzdaten zu bewegen.
Beide Frauen haben bei der Paderborner Polizei Strafanzeige erstattet. Bei der 23-Jährigen bestehen noch Chancen, das Geld zurückzuerhalten, während die Ermittlungen im Fall der 68-Jährigen weiterlaufen. Die Behörden verfolgen weiterhin die Spuren der hinter diesen Betrugsmaschen stehenden Täter.
