08 May 2026, 18:08

Phoenix Engineering: Insolvenz stürzt Mitarbeiter in existenzielle Not und Obdachlosigkeit

Nahaufnahme eines Faseroptik-Kabels mit blauen und weißen Lichtern auf schwarzem Hintergrund.

Phoenix Engineering: Insolvenz stürzt Mitarbeiter in existenzielle Not und Obdachlosigkeit

Mitarbeiter von Phoenix Engineering in existenzieller Not nach Insolvenzantrag

Bei den Beschäftigten von Phoenix Engineering herrscht nach der Insolvenz des Unternehmens akute finanzielle Not. Mehrere Angestellte, darunter vier rumänische Staatsbürger, geben an, seit Wochen keinen Lohn erhalten zu haben. Gleichzeitig fordern Vermieter rückständige Mietzahlungen – teilweise mit Räumungsdrohungen. Einige Arbeiter wurden bereits aus ihren Wohnungen gewiesen. Die Behörden haben mittlerweile Ermittlungen zu den Finanzgeschäften des Unternehmens eingeleitet, nachdem ein Betrugsverdacht angezeigt wurde.

Phoenix Engineering, ein Generalunternehmer, der in 20 Gemeinden des Rhein-Lahn-Kreises für den Ausbau von Glasfaserkabeln zuständig war, hatte kürzlich Insolvenz angemeldet. Als Hauptgründe für den finanziellen Zusammenbruch nannte das Unternehmen steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen.

Vier rumänische Mitarbeiter, darunter Alexandru Codrut Nicolae und Alexandru Dodo, berichten, trotz vertraglich zugesicherter 14 Euro Bruttostundenlöhne seit Wochen kein Gehalt erhalten zu haben. Die ausstehenden Löhne bringen sie in existenzielle Schwierigkeiten, da sie kaum noch ihre Lebenshaltungskosten decken können. Da die Mietzahlungen des Arbeitgebers ausblieben, setzen Vermieter die Beschäftigten direkt unter Druck – teilweise kam es bereits zu fristlosen Kündigungen und Räumungen.

Der Insolvenzverwalter hat inzwischen sichergestellt, dass die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter über Insolvenzgeld bis Oktober 2025 abgesichert werden. Unterdessen bestätigte die Staatsanwaltschaft Köln, dass sie einen Betrugsverdacht gegen ein Unternehmen der Glasfaserbranche prüft. Offizielle Anklagen wurden jedoch noch nicht erhoben.

Angesichts wachsender Schulden und der Drohung, obdachlos zu werden, lehnen die betroffenen Arbeiter staatliche Sozialhilfe in Deutschland ab. Stattdessen suchen sie rechtliche Unterstützung bei Mitgliedern der Linken in Koblenz, um ihre ausstehenden Löhne einzuklagen und ihre Lebenssituation zu stabilisieren.

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Die Insolvenz von Phoenix Engineering hat die Beschäftigten ohne Einkommen und in Gefahr zurückgelassen, ihre Wohnungen zu verlieren. Während der Insolvenzverwalter die künftige Lohnzahlung sichert, kämpfen die Arbeiter weiterhin um rechtliche Lösungen.

Die Ermittlungen zu den Finanzpraktiken des Unternehmens laufen noch. Die Staatsanwaltschaft prüft die Betrugsvorwürfe – das Ergebnis wird entscheiden, ob weitere Schritte gegen Verantwortliche eingeleitet werden.

Quelle