Radwege-Ausbau in Solingen: Warum Händler und MIT gegen Veloroute 2 kämpfen
Marie FuchsRadwege-Ausbau in Solingen: Warum Händler und MIT gegen Veloroute 2 kämpfen
Ausbaupläne für Radwege in Solingen stoßen auf heftigen Widerstand
Die Pläne zum Ausbau von Radverbindungen in Solingen treffen auf scharfe Kritik von lokalen Unternehmen und der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT). Besonders das geplante Projekt Veloroute 2 und die Umgestaltung rund um den Ohligser City-Ring könnten über 270 Parkplätze kosten. Gegner argumentieren, dass die Maßnahmen den Handel gefährden und ohne ausreichende Bürgerbeteiligung beschlossen wurden.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen zwei Bereiche: der City-Ring und die Merscheider Straße. Nach aktuellen Plänen sollen mehr als 70 Stellplätze in der Nähe des City-Rings und über 200 entlang der Merscheider Straße entfallen. Händler warnen, dass weniger Parkmöglichkeiten Kunden vertreiben und so den Fußgängerverkehr sowie die Umsätze mindern könnten.
Die MIT Solingen äußert erhebliche Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen. Die Vereinigung betont, dass keine Alternativen für den Lieferverkehr vorgeschlagen wurden – was zu erheblichen Störungen für Betriebe führen könnte, die auf regelmäßige Anlieferungen angewiesen sind. Zudem befürchten lokale Händler Verzögerungen im Busverkehr, da die Veloroute 2 an mehreren Haltestellen vorbeiführt.
Über die praktischen Probleme hinaus kritisiert die MIT das Planungsverfahren selbst. Anwohner und Unternehmen werfen der Stadt vor, nicht ausreichend in die Entscheidungsfindung einbezogen worden zu sein. Die Vereinigung fordert die Politik nun auf, die Pläne zu überdenken und einen ausgewogeneren Ansatz zu verfolgen, der sowohl Radfahrer als auch die lokale Wirtschaft berücksichtigt.
Der Verlust von Parkplätzen bleibt der größte Streitpunkt für die Gegner des Veloroute-2-Projekts. Ohne Anpassungen könnten die Geschäfte im Ohligser Stadtzentrum langfristig Schwierigkeiten haben, Kunden zu gewinnen und Lieferungen zu organisieren. Die MIT besteht weiterhin auf eine Überprüfung der Pläne, bevor Änderungen endgültig umgesetzt werden.






