31 May 2026, 14:06

Rechtsextreme Straftaten in Mönchengladbach verdoppeln sich innerhalb eines Jahres

Lena Zingsheim-Zobel, MdL: Rechtsextreme Straftaten nehmen zu - "Schockierender Anstieg"

Rechtsextreme Straftaten in Mönchengladbach verdoppeln sich innerhalb eines Jahres

In Mönchengladbach hat sich die Zahl rechtsextremer Straftaten im vergangenen Jahr drastisch erhöht – die Stadt gehört damit zu den am stärksten betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen (NRW). Neue Zahlen zeigen einen besorgniserregenden Aufwärtstrend: Die Vorfälle haben sich in der Stadt seit 2024 nahezu verdoppelt. Landesweit erreichten die Fallzahlen zudem den höchsten Stand seit 24 Jahren, was bei Politikern und Aktivisten Alarm auslöst.

Allein in Mönchengladbach wurden 2025 insgesamt 139 politisch motivierte rechtsextreme Straftaten registriert – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Vorjahr. Damit liegt die Stadt nun unter den zehn Kommunen in NRW mit den meisten derartigen Delikten. Besonders beunruhigend sind die Zunahmen bei Hasskriminalität: Angriffe aufgrund der sexuellen Orientierung stiegen um 27 Prozent, während rassistische Vorfälle gegen Roma um 47 Prozent in die Höhe schnellen.

In ganz NRW stieg die Gesamtzahl rechtsextremer Straftaten von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025 – ein Anstieg von fast elf Prozent. Gewalttaten nahmen dabei sogar um 24 Prozent zu. Im Schnitt wurden täglich 17 rechtsextreme Straftaten im Land gemeldet.

Die Daten, die seit 2011 jährlich im Auftrag der Landtagsfraktion der Grünen erhoben werden, zeigen auch gemischte Entwicklungen in anderen Kategorien: Antisemitische Straftaten nahmen um 13 Prozent zu, während islamfeindliche Delikte leicht um zwei Prozent zurückgingen. Die grüne Landtagsabgeordnete Lena Zingsheim-Zobel kritisierte die Eskalation in Mönchengladbach und bezeichnete die Zahlen als „zief besorgniserregend“.

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Die Statistik für 2025 verzeichnet die höchste Zahl rechtsextremer Straftaten in NRW seit dem Jahr 2001. Der starke Anstieg in Mönchengladbach spiegelt dabei einen landesweiten Trend wider, bei dem Hasskriminalität häufiger und gewalttätiger wird. Behörden und politische Gruppen stehen nun unter Druck, das wachsende Problem entschlossen anzugehen.

Quelle