Remscheid will Tuning-Treffen und Poser-Szene mit neuem Versammlungsverbot stoppen
Henry SchmittRemscheid will Tuning-Treffen und Poser-Szene mit neuem Versammlungsverbot stoppen
Remscheid geht mit neuen Maßnahmen gegen die Tuning- und Poser-Szene vor. Diese Woche wird dem Stadtrat ein neues "Versammlungsverbot" für öffentliche Parkplätze vorgeschlagen. Sollte der Antrag angenommen werden, tritt die Regelung in Kraft.
Besonders betroffen ist der Stadtteil Lennep, wo sich bis zu 40 aufgemotzte Fahrzeuge regelmäßig treffen. Anwohner klagen über nächtliche Ruhestörungen durch aufheulende Motoren und laute Musik. Es ist bereits der zweite Versuch der Stadt, das Problem in den Griff zu bekommen – ein ähnlicher Vorstoß war vor drei Jahren gescheitert.
Stadträtin Barbara Reul-Nocke kündigte weitere Schritte an, um die Belästigungen einzudämmen. Dazu gehören die Installation von Bodenschwellen und "Schlafpolizisten" auf Straßen, die bei Posern beliebt sind. Auch private Parkplatzbetreiber wurden einbezogen: Sie erhielten eine direkte Polizeileitung, um eigene Zugangsverbote durchzusetzen.
Über die neue Regelung wird der Rat am kommenden Donnerstag abstimmen. Bei einer Zustimmung gilt das Verbot sofort auf allen öffentlichen Parkflächen der Stadt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, nächtliche Treffen und Lärmbeschwerden zu reduzieren. Private Betreiber sollen gemeinsam mit der Polizei die Beschränkungen auf ihren Grundstücken durchsetzen. Das Ergebnis der Abstimmung am Donnerstag entscheidet, ob das Verbot umgesetzt wird.






