24 May 2026, 20:10

Revolutionäres Bio-Pestizid: Düsseldorfer Forscher setzen auf Bakterien statt Chemie

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Revolutionäres Bio-Pestizid: Düsseldorfer Forscher setzen auf Bakterien statt Chemie

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) entwickelt ein neues, umweltfreundliches Pestizid auf Basis von Bakterien. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt unter der Leitung von Dr. St. Elmo Wilken zielt darauf ab, eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Chemikalien zu schaffen. Die Förderung in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro stammt aus der Bioökonomie-Initiative der Bundesregierung.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Herstellung von Pyrethrin-Verbindungen – einem natürlichen Insektizid, das in Dalmatiner-Chrysanthemen vorkommt – mithilfe des Bakteriums Vibrio natriegens. Diese Methode ermöglicht ein skalierbares, halb-synthetisches Verfahren, das die Umweltbelastung durch herkömmliche Pestizide vermeidet. Viele der derzeitigen Produkte schaden nützlichen Insekten und verbleiben langfristig in Ökosystemen, was langfristige Risiken birgt.

Die Nachwuchsforschungsgruppe von Dr. Wilken am Institut für Quantitative und Theoretische Biologie der HHU wird den Bioprozess weiter optimieren. Ziel ist ein kostengünstiges Bio-Pestizid, das im Einklang mit der Farm-to-Fork-Strategie der EU steht und möglicherweise die behördliche Zulassung beschleunigen könnte. Die Arbeit ist Teil der Nationalen Bioökonomie-Strategie Deutschlands, die den Einsatz erneuerbarer Ressourcen und eine effiziente Materialnutzung fördert.

Die Initiative Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie unterstützt das Projekt und ermutigt junge Wissenschaftler:innen, innovative Lösungen zu erforschen. Die Zusammenarbeit zwischen Nachwuchskräften und erfahrenen Forscher:innen hilft, sowohl technische als auch organisatorische Herausforderungen in der Bioökonomie-Entwicklung zu bewältigen.

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Das neue Pestizid könnte Landwirt:innen ein sicheres und nachhaltiges Werkzeug zum Pflanzenschutz bieten. Mit einer Förderung von 2,7 Millionen Euro plant das Team, die Technologie in den kommenden fünf Jahren voranzutreiben. Ein Erfolg würde die Bemühungen der EU um eine grünere Landwirtschaft und eine geringere Abhängigkeit von Chemikalien unterstützen.

Quelle