Rewe senkt Schokoladenpreise und attackiert Markenhersteller wie Lindt und Mondelez
Henry SchmittRewe senkt Schokoladenpreise und attackiert Markenhersteller wie Lindt und Mondelez
Rewe senkt Preis der Eigenmarke-Schokolade – und kritisiert Markenhersteller
In den vergangenen Wochen hat Rewe den Preis seiner hauseigenen Schokoladentafel gleich zweimal gesenkt: Zuerst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent. Nun wirft Konzernchef Lionel Souque großen Markenherstellern vor, ihre Preise trotz gesunkener Rohstoffkosten nicht anzupassen.
Als Beispiel nannte Souque den Kakao: Obwohl die Weltmarktpreise für das Rohprodukt gefallen seien, hielten Hersteller wie Lindt und Mondelez ihre Verkaufspreise auf hohem Niveau. Besonders kritisierte er Milkas Alpenmilch-Tafel, deren Gewicht reduziert wurde, während der Preis stieg.
Auch zur bevorstehenden Mehrwertsteuersenkung äußerte sich der Rewe-Chef. Er bestätigte, dass die Supermarktkette die Preise im Schnitt senken werde, warnte jedoch, dass nicht jedes einzelne Produkt betroffen sein werde. Stattdessen solle die Steuerersparnis über das gesamte Sortiment hinweg fair an die Kunden weitergegeben werden.
Souque betonte, dass Rewe mit seinen Eigenmarken – wie der kürzlich verbilligten Schokolade – zeige, wie Kostensenkungen an Verbraucher weitergereicht werden können. Er forderte andere Händler und Hersteller auf, diesem Beispiel zu folgen, statt künstlich hohe Preise aufrechtzuerhalten.
Die Preissenkungen bei Rewe sind Teil einer breiteren Strategie für mehr Bezahlbarkeit. Mit seinen Aussagen setzt Souque die großen Marken unter Druck, ihre Preise den gesunkenen Rohstoffkosten anzupassen. Die Mehrwertsteuersenkung wird zeigen, ob die Ersparnisse tatsächlich bei den Kundinnen und Kunden ankommen.
