RWE baut 86,5 Megawatt Solarstrom im rheinischen Revier auf Tagebau-Flächen
Henry SchmittRWE baut 86,5 Megawatt Solarstrom im rheinischen Revier auf Tagebau-Flächen
RWE baut seine Erneuerbare-Energien-Projekte im rheinischen Braunkohlerevier aus. Der Konzern plant den Bau mehrerer neuer Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 86,5 Megawatt. Die Anlagen entstehen auf rekultivierten Flächen in der Nähe des ehemaligen Tagebaus Garzweiler.
Die neuen Solarparks werden östlich und westlich der Autobahn A44n zwischen Bedburg und Jüchen errichtet. RWE strebt an, die Projekte bis Jahresende abzuschließen und dabei die bestehenden Netzanbindungen in der Region zu nutzen. Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, bestätigte, dass die Infrastruktur des Tagebaus Garzweiler die Entwicklung beschleunigen werde.
RWE hat in der Region bereits mehrere Solarprojekte realisiert, darunter eine Testanlage für Agri-Photovoltaik. Vier der sieben bestehenden Solarparks verfügen zudem über Batteriespeicher. Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, betonte, dass projektnah an Autobahnen gelegenene Vorhaben oft weniger Verzögerungen bei der Genehmigung hätten und auf größere öffentliche Akzeptanz stießen.
Neben Solarenergie strebt RWE mindestens 500 Megawatt zusätzlicher Wind- und Solarkapazität in der Region an. Gleichzeitig hat ein aktuelles Gerichtsurteil klargestellt, dass Netzbetreiber Kunden nicht über den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023 eingeführten Voll-Einspeise-Bonus für Solarstrom informieren müssen.
Die neuen Solarparks erhöhen RWEs Erneuerbaren-Portfolio im Rheinland um 86,5 Megawatt. Durch die Nutzung rekultivierter Flächen und bestehender Infrastruktur rechnet das Unternehmen mit schnelleren Bauzeiten und geringeren Kosten. Die Projekte passen zu RWEs übergeordnetem Ziel, die Kapazitäten für saubere Energie in der Region auszubauen.
