Santiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus
Moritz KellerSantiago Segura löst mit politischen Aussagen im Podcast La Script Shitstorm aus
Der Schauspieler und Regisseur Santiago Segura hat nach einer Reihe polarisierender politischer Äußerungen im Podcast La Script heftige Kritik geerntet. Seine Aussagen zu Richtern, Hausbesetzungen, Geschlechtergesetzen und Anhängern der Partei Vox verbreiteten sich rasant im Netz und lösten hitzige Debatten aus. Kritiker warfen ihm vor, damit seine selbst beschriebene linksliberale Haltung zu widerlegen.
Segura begann mit einer Verteidigung der spanischen Richterschaft und argumentierte, es sei ungerecht, alle Richter pauschal als Faschisten zu bezeichnen. Anschließend wandte er sich dem Thema Hausbesetzungen zu und betonte, dass die Regierung – und nicht Privatpersonen – für die Lösung solcher Fälle verantwortlich sein sollte.
In der Geschlechterpolitik äußerte er zwar Unterstützung für die Schauspielerin Bibiana Fernández als Frau, kritisierte aber das spanische Transgender-Gesetz. Seine Aussagen zum Nur ein Ja heißt Ja-Gesetz zur sexuellen Einwilligung fielen ebenfalls zwiespältig aus: Er positionierte sich weder klar dafür noch dagegen. Zudem behauptete er, Wähler der rechtspopulistischen Partei Vox fühlten sich durch die Rhetorik der Linken marginalisiert und beleidigt.
Ausschnitte aus dem Interview verbreiteten sich schnell auf TikTok und X (ehemals Twitter), wo viele Nutzer seine Aussagen infrage stellten. Trotz seiner Selbsteinschätzung als linksliberal wurde Segura von einigen Kritikern selbst als Faschist diffamiert.
Die Kontroverse hat Segura ins Zentrum politischer Diskussionen gerückt – seine Positionen stoßen sowohl auf Zustimmung als auch auf scharfe Verurteilung. Seine Äußerungen zu Richtern, Hausbesetzungen und Geschlechtergesetzen bleiben weiterhin virulent und halten die Debatte in den sozialen Medien am Köcheln.






