Schwere Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel: Pyrotechnik und Gleisblockaden nach Spielabbruch
Amelie KleinSchwere Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel: Pyrotechnik und Gleisblockaden nach Spielabbruch
Bei einem Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen, die einen Polizeieinsatz erforderlich machten. Die Partie wurde schließlich abgebrochen, nachdem Pyrotechnik auf das Spielfeld geworfen worden war. Im Anschluss kam es zu mehreren Festnahmen, als die Gewalt auch außerhalb des Stadions eskalierte.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten, während Gästefans Böller explodieren ließen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel, nachdem ein weiterer Sprengkörper auf dem Platz gelandet war, und wertete die Partie zugunsten der SG Wattenscheid.
Vor dem Stadion kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Ahlen-Hooligans – unterstützt von Verbündeten aus Zwolle – und Einsatzkräften. Etwa 40 Personen drangen auf nahegelegene Gleise vor, rissen Schottersteine heraus und legten so den Zugverkehr lahm. Die Polizei konnte eine direkte Konfrontation zwischen den verfeindeten Fangruppen verhindern.
Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war. Drei Anhänger aus Zwolle wurden festgenommen: zwei Erwachsene vorläufig in Gewahrsam genommen und ein Minderjähriger in Schutzhaft gebracht. Verletzte Unbeteiligte gab es laut Angaben nicht.
Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs, Angriffe auf Polizisten und Sicherheitsmängel im Stadion eingeleitet.
Der abgebrochene Spieltag wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme mit Fan-Gewalt im deutschen Fußball. Die Untersuchungen werden sich sowohl mit den Ausschreitungen als auch mit den Sicherheitslücken befassen, die das Einschmuggeln von Pyrotechnik ermöglichten. Bisher liegen keine Meldungen über weitere Vorfälle in der Saison 2026 vor.






