Solingen plant langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit Housing-First-Modell
Moritz KellerSolingen plant langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit Housing-First-Modell
Solingen will eine langfristige Strategie zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in der Stadt einführen. Ein fraktionsübergreifender Antrag hat einen strukturierten Ansatz vorangetrieben, wobei neue Maßnahmen im April nächsten Jahres im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe beraten werden sollen. Derzeit leben etwa 20 Menschen ohne Obdach in der Region, was die Forderung nach stärkeren Unterstützungssystemen laut werden lässt.
Die Stadtverwaltung wird prüfen, wie die Zusammenarbeit zwischen bestehenden Hilfsprogrammen verbessert werden kann. Ein Vorschlag sieht die Einrichtung von "Lotsendiensten" vor, um die Arbeit verschiedener Behörden effizienter zu gestalten. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Umwandlung der landesgeförderten Initiative ProMie+ Solingen in ein dauerhaftes Programm.
Zudem sollen Vertrauensbildungsmaßnahmen entwickelt werden, um obdachlose Menschen zu erreichen, die bisher keinen Kontakt zu Hilfsangeboten haben. Das Housing-First-Modell wird als Grundlage des städtischen Konzepts dienen und stabile Wohnverhältnisse als ersten Schritt priorisieren. Parallel dazu werden niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote ausgebaut, um den Zugang zu Betreuung zu erleichtern.
Präventive Maßnahmen werden eine zentrale Rolle in der Strategie spielen. Regelmäßige Fortschrittsberichte sollen die Wirkung dieser Schritte dokumentieren und für Transparenz sowie Rechenschaftspflicht in der städtischen Reaktion sorgen.
Das neue Vorhaben zielt darauf ab, ein besser organisiertes und nachhaltiges System zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in Solingen zu schaffen. Durch den Fokus auf Wohnstabilität, aufsuchende Hilfe und Koordination hofft die Stadt, die Zahl der Menschen ohne Obdach zu verringern. Die anstehende Sitzung des Ausschusses wird die nächsten Umsetzungsschritte finalisieren.






