Solingen plant zentrale Hilfe für Umnutzung stillgelegter Kirchengebäude
Henry SchmittSolingen plant zentrale Hilfe für Umnutzung stillgelegter Kirchengebäude
Kirchgemeinden in Solingen suchen zunehmend nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für ihre stillgelegten Gebäude. Nun hat sich die SPD-Fraktion im Stadtrat mit einem Vorschlag eingeschaltet, um das Verfahren zu vereinfachen. Ihr Plan sieht eine zentrale Koordinierungsstelle im Rathaus vor, die bei rechtlichen und verwaltungstechnischen Hürden unterstützen soll.
Der Antrag der SPD wurde kürzlich im Planungsausschuss und im Stadtrat vorgestellt. Darin wird alle Fraktionen aufgefordert, bei machbaren Projekten einen einheitlichen, überparteilichen Ansatz zu verfolgen. Statt finanzieller Hilfen konzentriert sich der Vorschlag auf praktische Beratung – insbesondere zu Baurecht und Denkmalschutz.
Um den Prozess weiter zu erleichtern, möchte die SPD neben der Koordinierungsstelle eine Arbeitsgruppe einrichten. Dieses Team soll Gemeinden dabei helfen, bürokratische Hindernisse zu überwinden. Ziel ist es, Protestantischen und Katholischen Kirchen, die Umnutzungen planen, den Übergang zu erleichtern.
Die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, wie ehemalige Kirchengebäude neu genutzt werden können. Von Gemeinschaftszentren bis zu Kulturstätten – die Beispiele verdeutlichen das Potenzial dieser Räume. Die SPD-Initiative zielt darauf ab, solche Ideen mit klarer verwaltungstechnischer Unterstützung in die Tat umzusetzen.
Falls der Antrag angenommen wird, würden die Koordinierungsstelle und die Arbeitsgruppe zu zentralen Anlaufstellen für Kirchengemeinden werden. Sie sollen maßgeschneiderte Beratung zu Vorschriften und Denkmalschutz bieten – allerdings ohne direkte finanzielle Förderung. Der SPD-Vorstoß für eine fraktionsübergreifende Unterstützung deutet auf ein breites Interesse hin, Umnutzungsprojekte realistischer zu gestalten.






