Solingen sagt Nein zu Hass: Große Kundgebung für Toleranz am 11. Februar
Marie FuchsSolingen sagt Nein zu Hass: Große Kundgebung für Toleranz am 11. Februar
Solingen veranstaltet am 11. Februar öffentliche Kundgebung gegen Hass und Hetze
Am 11. Februar findet in Solingen eine öffentliche Veranstaltung statt, die sich gegen giftige Rhetorik und irrationalen Hass stellt. Organisiert vom Bündnis für Toleranz und Zivilcourage ruft die Kampagne die Bürgerinnen und Bürger auf, eine Resolution zu unterzeichnen, die extremistische Positionen zurückweist. Die Aktion steht im Kontext zunehmender Spannungen aufgrund der Pandemie-Maßnahmen sowie online gestellter Drohungen gegen lokale Amtsträger.
Die Veranstaltung beginnt um 15:30 Uhr an der Stadtkirche am Fronhof. Oberbürgermeister Tim Kurzbach wird die Eröffnungsrede halten, begleitet von prominenten Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Kundgebung wird live auf solingen.de, dem YouTube-Kanal der Stadt sowie auf den Facebook-Seiten des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung übertragen.
Um 16:30 Uhr bilden die Teilnehmenden eine coronakonforme Menschenkette, die sich von der Stadtkirche über den Neumarkt bis zum Impfzentrum erstreckt. Um Abstand zu wahren, kommen dabei Schals als Markierung zum Einsatz. Die Resolution liegt ab dem 14. Februar im Foyer des Rathauses sowie im Impfzentrum zur Unterzeichnung aus.
Das Bündnis – gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und weiteren lokalen Organisationen – appelliert an die Bevölkerung, Flagge zu zeigen. Die Botschaft ist klar: Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass jede und jeder Verantwortung für das Gemeinwohl übernimmt. Anlass ist unter anderem die zunehmende Diffamierung und Bedrohung von Krisenstab-Mitgliedern in den Social-Media-Kanälen der Gruppe „Solinger Widerstand“.
In den vergangenen Monaten hatte es in Solingen laute Proteste von „Querdenkern“ und COVID-Leugnern gegeben. Diese Gruppen lehnen wiederholt Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung ab und heizen so die Stimmung in der Stadt weiter an.
Ziel der Resolution ist es, die Bürgerinnen und Bürger gegen Extremismus und Falschinformationen zu einen. Die Unterschriften werden ab dem 14. Februar gesammelt. Unterstützt wird die Kampagne von Fraktionen des Stadtrats sowie zivilgesellschaftlichen Gruppen. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung den Zusammenhalt stärkt und eine spaltende Rhetorik in Solingen zurückweist.
