Solingens Kämmerer Ralf Weeke wechselt zu den Technischen Betrieben der Stadt
Moritz KellerSolingens Kämmerer Ralf Weeke wechselt zu den Technischen Betrieben der Stadt
Nach über dreizehn Jahren als Kämmerer der Stadt Solingen steht Ralf Weeke vor einem Wechsel: Bürgermeister Tim Kurzbach wird seine Berufung zum ersten kaufmännischen Geschäftsführer der Technischen Betriebe Solingen (TBS) vorschlagen. Der Schritt erfolgt, nachdem Weeke angesichts anhaltender Haushaltsprobleme in seiner bisherigen Position eine neue Herausforderung sucht.
Mehr als ein Jahrzehnt lang verantwortete Weeke die Finanzen Solingens und erreichte 2018 einen ausgeglichenen Haushalt. Doch die COVID-19-Pandemie und die anschließende Flutkatastrophe stürzten die Stadt erneut in finanzielle Schwierigkeiten. Angesichts der fortlaufenden Rückschläge und eines wachsenden Gefühls der Ohnmacht entschied er sich nun, das Amt des Kämmerers aufzugeben.
Der Wechsel fällt mit einer strukturellen Reform bei den TBS zusammen, die künftig eine Doppelspitze erhalten sollen. Weeke übernimmt dabei die kaufmännische Leitung, während Martin Wegner als technischer Geschäftsführer fungieren wird. Bereits jetzt hat Weeke Konzepte für die TBS erarbeitet und plant, diese bald den zuständigen Gremien vorzustellen.
Bürgermeister Kurzbach bedauerte zwar Weekes Abschied aus der Stadtverwaltung, lobte jedoch dessen Fachkompetenz und Urteilsvermögen. Für die TBS sei Weeke in seiner neuen Rolle eine wertvolle Bereicherung. Der Solinger Stadtrat wird am 30. September die Ausschreibung für die Nachfolge als Kämmerer beraten. Weekes Amtsantritt bei den TBS ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen – vorausgesetzt, ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ist bis dahin gefunden. Die Entscheidung über die neue Kämmerin oder den neuen Kämmerer soll in derselben Sitzung fallen.
Der Wechsel markiert sowohl für die städtische Finanzführung als auch für den kommunalen Eigenbetrieb einen bedeutenden Einschnitt. Seine langjährige Erfahrung als stellvertretender Bürgermeister seit 2001 dürfte die neue Führungsstruktur zusätzlich stärken.
