Stadtsparkasse Solingen schließt zwei Filialen – ältere Kunden fürchten Nachteile
Henry SchmittStadtsparkasse Solingen schließt zwei Filialen – ältere Kunden fürchten Nachteile
Die Stadtsparkasse Solingen hat Pläne bekannt gegeben, zwei weitere Filialen in der Stadt zu schließen. Die Entscheidung stößt auf Kritik lokaler Gruppen, darunter die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Besorgnis herrscht vor allem über die Auswirkungen auf vulnerable Kundengruppen, die auf persönliche Beratung angewiesen sind.
Die BfS zeigte sich enttäuscht über die Schließungen und warf der Bank vor, sich von ihrem langjährigen Fokus auf Kundennähe zu entfernen. Martin Bender, Vorsitzender der BfS, wies auf die nun entstehenden Schwierigkeiten für ältere, mobilitätseingeschränkte und nicht digital affine Kunden im Stadtteil Merscheid hin. Ohne ihre örtliche Filiale müssen sie künftig nach Ohligs oder ins Solinger Zentrum fahren, um einfache Bankgeschäfte zu erledigen.
Patrick Hinck, finanzpolitischer Sprecher der BfS, kritisierte die zunehmende Ausrichtung der Bank auf Selbstbedienung und rein digitale Angebote. Er bezeichnete diesen Wandel als kundenunfreundlich gegenüber jenen, die persönliche Beratung bevorzugen. Bender unterstrich diese Bedenken und betonte, dass die Schließungen die traditionelle Rolle der Bank als gemeinwohlorientiertes Institut untergraben.
Durch die Filialschließungen entstehen für viele Einwohner längere Wege, um Bankgeschäfte vor Ort zu erledigen. Die BfS machte deutlich, dass die Änderungen besonders jene benachteiligen, die digitale Dienstleistungen nicht oder nur schwer nutzen können. Die Bank hat sich zu der Kritik bisher nicht geäußert.
