05 May 2026, 02:13

Streit um Arena Bergisch Land: Solingen droht Machtkampf und Millionenrisiko

Luftaufnahme einer Stadt mit dichtem Baumbestand, Bäumen, Straßen mit Fahrzeugen, Strommasten, Baukränen und einem zentralen Stadion, umgeben von städtischer Aktivität.

Streit um Arena Bergisch Land: Solingen droht Machtkampf und Millionenrisiko

Die Debatte um die geplante Arena Bergisch Land in Solingen hat eine scharfe Wende genommen: Lokale politische Gruppen liefern sich einen Streit über die Zukunft des Projekts. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) wirft rivalisierenden Parteien vor, durch Kritik und ideologische Blockadehaltung den Fortschritt zu behindern. Gleichzeitig betont die Gruppe, sie werde sich für eine sachliche Prüfung der Machbarkeit der Arena einsetzen.

Jan Michael Lange, Vorsitzender der BfS/ABI-Fraktion im Stadtrat, warf der Solinger Politik vor, in alte Muster verfallen zu sein. Statt einer offenen Diskussion ließen sich die Parteien seiner Meinung nach von Ideologie leiten. Lange warnte zudem, dass eine Ablehnung des Projekts nach hinten losgehen könnte: Falls Solingen nicht handle, könnte eine Nachbarstadt die Arena errichten – und die Stadt bereue es später.

Patrick Hinck, finanzpolitischer Sprecher der BfS, kritisierte speziell die CDU, weil sie die Machbarkeitsstudie zur Arena pauschal ablehne. Ihre Alternativvorschläge würden Solingen seiner Einschätzung nach mit zusätzlichen Kosten von 20 bis 30 Millionen Euro belasten – ohne dass klar sei, woher das Geld kommen solle.

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Die BfS versicherte indes, den Prozess konstruktiv gestalten zu wollen. Jan Klein, sportpolitischer Sprecher der Gruppe, bestätigte, man werde die Planung der Arena unterstützen, dabei aber sicherstellen, dass Schulsport, Freizeitangebote und die öffentliche Naherholung nicht beeinträchtigt würden. Die Partei betonte, dass Entscheidungen auf Fakten und nicht auf politischer Profilierung basieren müssten.

Die BfS setzt sich weiterhin für eine transparente Bewertung der Arena Bergisch Land ein – mit einer Abwägung von Kosten und Nutzen ohne vorgefasste Meinungen. Sollte das Projekt in Solingen ins Stocken geraten, könnte Druck auf die Verantwortlichen entstehen, falls eine andere Stadt die Pläne vorantreibt. Noch sind jedoch Fragen der Finanzierung und politische Gräben ungelöst.

Quelle