29 March 2026, 06:08

Streit um Verkauf des Alten Bahnhofs Solingen: CDU fordert mehr Transparenz von der Stadt

Schwarzes und weißes Foto einer großen Menge, die vor einem Stadtgebäude protestiert, mit Bäumen und Fahnen im Hintergrund.

Streit um Verkauf des Alten Bahnhofs Solingen: CDU fordert mehr Transparenz von der Stadt

Der Verkauf des Geländes Alter Bahnhof Solingen hat für Aufsehen gesorgt, nachdem die CDU der Stadtverwaltung vorwarf, das Vorhaben ohne ausreichende Transparenz voranzutreiben. Das einstige Brachland einer stillgelegten Bahnanlage hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem zentralen kulturellen Anziehungspunkt entwickelt. Nun fordern lokale Politiker Aufklärung über die weitere Nutzung.

Das Gelände des Alten Bahnhofs wandelte sich ab 2005 von einer verlassenen Bahnfläche zu einem lebendigen Veranstaltungsort. In den letzten 20 Jahren war es Schauplatz jährlicher Events wie des Gründerfestivals (seit 2010), Open-Air-Konzerte, Flohmärkte und Theateraufführungen – etwa des Solinger Theaterkollektivs. Das städtische Kulturamt organisierte zudem Gemeinschaftskunstprojekte wie Wandgemälde und Workshops. Zum Areal gehört auch das ehemalige Restaurant Steinhaus mit seiner Eventhalle, die Teil des Güterhallen-Komplexes ist und als wichtiger Treffpunkt für den Südpark dient.

Bereits im März 2022 hatte die CDU-Fraktion erste Fragen zur künftigen Nutzung der Fläche und den Kosten der Leerstands gestellt. Nun wirft sie der Verwaltung vor, den Verkauf einseitig voranzutreiben. Carsten Becker, Sprecher der CDU, kritisierte das mangelnde transparente Vorgehen und zog Vergleiche zu früheren Verkäufen wie der Ohliger Festhalle und dem Walder Stadtsaal – mit deutlich negativer Bilanz. Den Ausschluss demokratischer Mitsprache bezeichnete er als inakzeptabel.

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Die CDU hat offiziell eine Anfrage an Oberbürgermeister Tim Kurzbach gerichtet, um Klarheit über den Verkaufsprozess und die geplante Zukunft des Geländes zu erhalten. Die Partei besteht darauf, dass der Oberbürgermeister die zuständigen Gremien einbindet und alle Gespräche offenlegt. Becker betonte, dass absolute Transparenz Voraussetzung sei, bevor endgültige Entscheidungen fallen.

Die Forderungen der CDU setzen den Oberbürgermeister unter Zugzwang, den Verkauf und seine Folgen zu erklären. Ohne überzeugende Antworten bleibt die Zukunft dieses langjährigen Kulturstandorts ungewiss. Die Partei machte deutlich: Hinter verschlossenen Türen getroffene Beschlüsse werde man nicht akzeptieren.

Quelle