USAID-Stopp gefährdet Medikamentenversorgung für Millionen Menschen weltweit
Moritz KellerUSAID-Stopp gefährdet Medikamentenversorgung für Millionen Menschen weltweit
Ein Stopp der USAID-Mittel gefährdet medizinische Versorgungswege und setzt Behandlungsprogramme in über 100 Ländern aufs Spiel. Durch die Kürzungen steigt das Risiko, dass gefälschte Arzneimittel in Umlauf geraten. Mindestens 120 Millionen Menschen sind direkt von der Aussetzung dieser Gelder betroffen.
Die Einfrierung der USAID-Mittel trifft Entwicklungsprojekte weltweit, darunter auch in Somalia und Tansania. Viele Organisationen kämpfen nun darum, lebenswichtige Medikamente für ihre Programme zu beschaffen. Dadurch entstehen Versorgungslücken für besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen.
Als Reaktion darauf verstärkt action medeor seine Hilfsmaßnahmen im Bereich Medikamentenversorgung. Die Organisation, auch bekannt als die „Apotheke der Welt in Notlagen“, betreibt Lager in Deutschland, Tansania und Malawi. Zwar ist sie selbst nicht direkt von den Kürzungen betroffen, unterstützt aber Partnerorganisationen bei der Beschaffung, um Engpässe zu vermeiden.
Sid Peruvemba, Sprecher der Geschäftsführung von action medeor, kündigte Pläne an, den Zugang zu medizinischer Versorgung auszubauen. Die Organisation ruft zudem zu öffentlichen Spenden auf, um ihre globale Hilfe aufrechterhalten zu können. Gleichzeitig appelliert sie an zivilgesellschaftliche Gruppen, ihre humanitären Verpflichtungen wahrzunehmen und Bedürftige zu unterstützen.
Die Mittelkürzungen haben bereits laufende Behandlungen gefährdet und Sorgen vor gefälschten Medikamenten geschürt. Durch das Engagement von action medeor soll die Arzneimittelversorgung in den betroffenen Regionen stabilisiert werden. Mit ihren Lagern und der Beschaffungsunterstützung hilft die Organisation, die durch die USAID-Kürzungen entstandenen Lücken zu schließen.
