Vom Imbiss zum Döner-Imperium: Wie Metin Dag 46 Filialen aufbaute
Metin Dag, ein türkischer Unternehmer, der mit 13 Jahren nach Deutschland kam, hat in zwei Jahrzehnten ein rasant wachsendes Döner-Imperium aufgebaut. Sein jüngstes Projekt, Mangal X LP10, betreibt mittlerweile 46 Filialen in Deutschland, den Niederlanden und Polen. Doch der Weg dorthin war nicht ohne Rückschläge – von frühen Misserfolgen bis hin zu jüngsten Hygienemängeln.
Dags Geschichte begann im Jahr 2001, als er gemeinsam mit seinem Bruder in Köln seinen ersten Imbiss eröffnete. Das Geschäft kämpfte mit einer ungünstigen Lage und musste schließlich schließen. Sieben Jahre später wagte er 2008 einen Neuanfang mit dem Restaurant Mangal und führte damit authentische türkische Holzkohle-Gerichte ein – eine Neuheit in der Stadt zu dieser Zeit.
2018 schloss sich Dag mit dem ehemaligen Fußballer Lukas Podolski zusammen, um Mangal X LP10 zu gründen. Ihr erster Dönerladen eröffnete am Chlodwigplatz in Köln und markierte den Beginn einer schnellen Expansion. Bis 2024 wuchs die Marke auf 46 Standorte an, mit dem ehrgeizigen Ziel, langfristig 1.000 Restaurants zu eröffnen.
Doch in diesem Jahr sah sich das Unternehmen mit Herausforderungen konfrontiert: Mehrere Filialen fielen durch Hygienemängel auf, was sowohl interne Untersuchungen als auch Prüfungen durch die örtlichen Behörden nach sich zog. Trotzdem trieb Dag seine Pläne voran und holte mit Marco Schepers, einem 19-jährigen Branchenveteranen des Fast-Food-Konzerns Yum!, einen neuen Geschäftsführer an Bord, um die Betriebsabläufe zu professionalisieren.
Über klassische Restaurants hinaus arbeitet Dag nun an einer "vollautomatisierten Restaurantkette" zusammen mit dem Start-up Circus Kitchens, das auf robotergestützte Küchensysteme spezialisiert ist. Unterdessen schloss ein kurzlebiges Mangal-Döner-Pop-up in Berlin nach nur sechs Monaten – wie geplant, denn das Projekt war von vornherein als temporäre Aktion angelegt.
Trotz der Hindernisse wächst Mangal X LP10 weiter: Mit 46 Filialen im Betrieb und weiteren Expansionsplänen setzt das Unternehmen auf Automatisierung und erfahrene Führungskräfte, um sich über das traditionelle Geschäftsmodell hinauszuentwickeln. Ob es Dag gelingt, vergangene Rückschläge zu überwinden und die ambitionierten Ziele zu erreichen, wird sich in den nächsten Schritten zeigen.






