09 May 2026, 04:06

Warum Berlins "Linkssteher" auf Rolltreppen für täglichen Ärger sorgen

Eine Treppe in einer U-Bahn-Station mit einem "Reise, wenn du wagst"-Schild oben, flankiert von Geländern und sichtbaren Stationswänden.

Warum Berlins "Linkssteher" auf Rolltreppen für täglichen Ärger sorgen

In Berlin gelten für Rolltreppen ungeschriebene Regeln: Rechts stehen, links gehen. Dieses System sorgt dafür, dass es für alle, die es eilig haben, zügig vorangeht. Doch wenn sich jemand über die Konvention hinwegsetzt und einfach auf der linken Seite stehen bleibt, steigt die Verärgerung schnell.

Das Problem der „Linkssteher“ – also derer, die die schnelle Spur blockieren – ist für viele zu einer täglichen Nervprobe geworden. Der Autor beschreibt sie als perfektes Beispiel dafür, wie in der Stadt Hast und Gleichgültigkeit aufeinandertreffen. Zeit, die in Berlin oft als inoffizielle Währung gilt, fühlt sich verschwendet an, wenn der Fluss auf der Rolltreppe ins Stocken gerät.

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Für Einheimische ist die linke Seite zum Gehen gedacht, die rechte zum Stehen. Wer sich auf die linke Seite stellt, zwingt andere zum Slalom oder bremst sie aus. Der Autor gibt zu, dass diese kleine Geste ungemein ärgerlich sein kann – besonders, wenn es auf jede Sekunde ankommt. Das Problem offenbart eine Spannung in Berlins hektischem Alltag: Zwar halten sich die meisten an die Regel, doch die wenigen, die es nicht tun, verursachen unnötige Verzögerungen. Das Ergebnis ist eine kleine, aber hartnäckige Quelle der Reibung im täglichen Miteinander.

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