Wie Aachen mit dem "Aachener Modell" die Energiewende revolutionierte
25 Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz: Wie Aachen die deutsche Energiewende prägte
Am 1. April 2023 jährte sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zum 25. Mal. Seine Wurzeln liegen in Aachen, wo eine lokale Initiative den Grundstein für Deutschlands erneuerbare Energiewende legte. Was als kleines Experiment begann, formte später die nationale Energiepolitik.
1992 beschloss der Aachener Stadtrat das sogenannte „Aachener Modell“, das die Einspeisung von bis zu 1.000 Kilowatt Photovoltaik- und Windenergie ermöglichte. Eine zentrale Rolle spielte dabei Wolf von Fabeck, damals Geschäftsführer des Solarfördervereins Deutschland (SFV). Der Verein schlug feste, kostendeckende Einspeisevergütungen für jede Kilowattstunde Ökostrom vor, die ins Netz eingespeist wurde.
Bis Ende 1999 hatte Aachen bereits rund 125 kleine Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 650 Kilowatt gefördert. Der erste Vertrag über diese Vergütungen wurde im Juni 1995 in der Stadt unterzeichnet. Der Erfolg des Modells auf lokaler Ebene ebnete den Weg für seine Übernahme in das bundesweite Recht.
Später verabschiedete der Bundestag in Berlin das EEG – doch die grundlegenden Ideen waren in Aachen entstanden. 2000 und 2004 wurde das „Aachener Modell“ offiziell in die nationale Gesetzgebung überführt.
Das 25-jährige Jubiläum des EEG unterstreicht die nachhaltige Wirkung einer lokalen Initiative. Aachens frühe Einführung von Einspeisevergütungen bewies die Machbarkeit der Förderung erneuerbarer Energien – ein Ansatz, der zum Grundpfeiler der deutschen Energiewende wurde.






