Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um wohnortnahe Betreuung
Henry SchmittWillich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um wohnortnahe Betreuung
Zwei geplante Kitas in Willich fallen Budgetkürzungen und sinkenden Anmeldungen zum Opfer
In Willich wurden zwei geplante Kindertagesstätten aufgrund von Haushaltskürzungen und rückläufigen Anmeldezahlen gestrichen. Die Entscheidung hat bei Eltern Besorgnis ausgelöst, die nun nach klaren Lösungen verlangen. Unter dem Motto "Kleine Füße, kurze Wege" wurde eine Kampagne ins Leben gerufen, um die Betreuungsangebote in Wohnortnähe zu erhalten.
Ursprünglich hatte die Stadt den Bau zweier neuer Kitas vorgesehen, doch beide Vorhaben wurden aufgegeben. Einzig das generationenübergreifende Zentrum in Reinershof wird noch realisiert – hier ist jedoch ein privater Investor eingebunden. Dies wirft Fragen zur Finanzierung und zur Rolle der Stadt in dem Projekt auf.
Elternvertreter:innen und der Förderverein Kita Alperof haben bereits Initiative ergriffen: Am 6. März schickten sie einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch, erhielten jedoch keine Antwort. Nun wird ein zweiter Brief vorbereitet, um die städtischen Angaben zu längeren Fahrzeiten zu den Kitas zu hinterfragen.
Die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" setzt sich für eine wohnortnahe Kinderbetreuung ein. Ihre Ziele: weniger Stress für Familien, mehr Planbarkeit und ein besserer Zugang zu frühkindlicher Bildung. Die Initiator:innen haben den Bürgermeister zudem zu einem öffentlichen Gespräch über nachhaltige Lösungen eingeladen.
Die Kita Alperof soll in das Reinershofer Zentrum integriert werden – das letzte verbleibende kommunale Projekt. Doch viele Eltern sorgen sich weiterhin über das schrumpfende Angebot vor Ort und die Auswirkungen auf den Alltag.
Durch die Streichung der beiden Kita-Projekte bleiben Familien in Willich mit weniger Betreuungsplätzen in der Nähe zurück. Die Forderungen der Kampagne zielen darauf ab, die Kinderbetreuung zugänglich zu halten und die Belastung durch lange Wege zu verringern. Bisher hat die Stadt weder auf die Elternbriefe reagiert noch Alternativpläne bestätigt.






