Willicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig – trotz hitziger Debatten über Kita-Gebühren
Henry SchmittWillicher Stadtrat beschließt Haushalt 2026 einstimmig – trotz hitziger Debatten über Kita-Gebühren
Willicher Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 in Rekordzeit – einstimmige Zustimmung trotz kontroverser Debatten
Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt für 2026 in Rekordzeit finalisiert, wobei alle Fraktionen ihm einstimmig zugestimmt haben. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Diskussionen über Kita-Gebühren und Wohnungspolitik. Eltern und politische Gruppen reagierten mit scharfer Kritik auf die geplanten Änderungen.
Das Verfahren zur Haushaltsverabschiedung verlief zügig, da sich jede Fraktion auf fünfminütige Wortbeiträge beschränkte. Trotz der effizienten Abwicklung kam es bei zentralen Themen zu Spannungen. Der Jugendhilfeausschuss hatte zuvor Vorschläge abgelehnt, Geschwisterrabatte in Kindertageseinrichtungen wieder einzuführen, und sich gegen eine Erhöhung der jährlichen Gebührenanpassung für die Kinderbetreuung von zwei auf drei Prozent ausgesprochen. Doch der Rat setzte sich über diese Bedenken hinweg: Die Geschwisterermäßigung bleibt ausgesetzt, und die jährliche Anpassung der Betreuungsgebühren wird dauerhaft auf drei Prozent festgeschrieben.
Eltern in Willich zeigten sich verärgert über die höheren Kosten und warnten, dass die Änderungen Familien zusätzlich belasten würden. Gleichzeitig begrüßte die SPD die Übernahme der Bauturbo-Strategie durch den Rat, die den Bau bezahlbaren Wohnraums beschleunigen soll. Die Partei kritisierte jedoch die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende und warnte, dass dies einkommensschwache Haushalte besonders treffen werde.
Die SPD betonte zwar die Notwendigkeit der Haushaltskonsolidierung, bestand aber darauf, dass diese nicht auf dem Rücken der Familien ausgetragen werden dürfe. Zu ihren Vorschlägen zählten Kürzungen bei nicht essenziellen Ausgaben und freiwilligen Leistungen. Die Grünen stimmten zwar dem Haushalt zu, äußerten jedoch Bedenken hinsichtlich der prekären finanziellen Lage der Stadt. Sie forderten unverzügliche Maßnahmen, um die Einnahmen zu stabilisieren und die Ausgaben unter Kontrolle zu bringen.
Der verabschiedete Haushalt tritt im Juli rechtlich in Kraft, nachdem er einstimmig angenommen wurde.
Haushalt 2026 in Willich beschlossen: Alle Fraktionen stimmen zu – trotz Differenzen Der Haushalt für 2026 ist nun verabschiedet, mit Zustimmung aller Fraktionen trotz inhaltlicher Streitpunkte. Die Gebühren für die Kinderbetreuung steigen künftig jährlich um drei Prozent, während Geschwisterrabatte in Kitas weiterhin ausgesetzt bleiben. Die Bauturbo-Initiative für den Wohnungsbau wird umgesetzt, doch Studierende erhalten keinen Zuschuss mehr für das Deutschlandticket. Der neue Finanzplan tritt im Juli in Kraft.
