Willichs CDU will mit Schnellbau-Initiative Wohnungsnot bekämpfen
CDU in Willich drängt auf beschleunigten Wohnungsbau mit neuer Schnellverfahren-Initiative
Die Willicher CDU setzt sich mit einer neuen Schnellbau-Initiative für eine zügigere Wohnraumentwicklung ein. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, ein 18.000 Quadratmeter großes Gelände, das ursprünglich für die Erweiterung eines Friedhofs vorgesehen war, in bezahlbare Wohnungen für Singles, junge Familien und Senioren umzuwandeln. Parteivertreter argumentieren, dass die Änderungen den Bau beschleunigen und gleichzeitig die Kosten im Rahmen halten werden.
Tobias Pascaly, ein führendes Mitglied der CDU-Fraktion im Rat, hat die Stadtverordneten aufgefordert, das Schnellbauprogramm voranzutreiben. Im Rahmen dieser Initiative erhalten Kommunen mehr Spielraum: Entscheidungen werden delegiert, Genehmigungszeiten verkürzt, und Bauanträge gelten automatisch als bewilligt, falls innerhalb von drei Monaten keine Rückmeldung erfolgt.
Im Mittelpunkt des CDU-Plans steht ein großes Grundstück in Willich, auf dem ein Investor die gesamte Planung und Bauausführung übernehmen soll. Die Verkaufspreise würden vertraglich gedeckelt, um Bezahlbarkeit zu garantieren. Zudem fordert die Partei die Einführung digitaler Baugenehmigungsverfahren bis 2026.
Um Tempo und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen, hat die Fraktion eine Überprüfung der bestehenden Vorschriften angeregt. Ökologische, gestalterische, technische und energetische Anforderungen an Neubauten sollen neu bewertet werden. Ziel ist es, Genehmigungsverfahren zu straffen, ohne die Standards für Umweltverträglichkeit oder Stadtplanung zu senken.
Wird die Initiative beschlossen, entstehen auf dem einst für einen Friedhof reservierten Gelände neue Wohnungen. Die CDU betont, dass dieser Ansatz schnell mehr Wohnraum schafft, während gleichzeitig strenge Preis- und Nachhaltigkeitskontrollen greifen. Digitale Genehmigungsprozesse und angepasste Standards sollen künftige Projekte zusätzlich beschleunigen.






