19 March 2026, 18:08

Windpark bei Meschede: Gericht gibt grünes Licht trotz Protesten der Drachenflieger

Luftaufnahme eines Windrades in einer grünen Wiese mit Bäumen, Häusern und Tieren in Irland.

Drachenflieger-Gleiter scheitern mit Eilantrag gegen neue Windräder - Windpark bei Meschede: Gericht gibt grünes Licht trotz Protesten der Drachenflieger

Ein Drachen- und Gleitschirmflugverein ist mit seinem Versuch gescheitert, den Bau eines Windparks in der Nähe seines Geländes zu stoppen. Das Oberverwaltungsgericht Münster wies einen Eilantrag ab und urteilte, dass das Projekt keine existenzbedrohende Gefahr für den Vereinsbetrieb darstelle. Die Entscheidung ebnet den Weg für den Bau von sechs Windkraftanlagen südlich von Meschede.

Der Verein mit fast 800 Mitgliedern und rund 1.000 Starts pro Jahr hatte argumentiert, der Windpark berge erhebliche Sicherheitsrisiken. Sein Fluggelände zählt zu den meistfrequentierten seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Die Gruppe befürchtete, die Anlagen würden gefährliche Turbulenzen erzeugen und den Flugbetrieb einschränken.

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Das Oberverwaltungsgericht (OVG) NRW wies diese Bedenken am Donnerstag zurück. Die Richter verwiesen darauf, dass Flüge aus Sicherheitsgründen bereits bei Windgeschwindigkeiten über 30 km/h eingestellt werden. Die Windräder beginnen jedoch erst ab 11 km/h zu arbeiten, ohne dass Belege vorlägen, dass sie die Bedingungen bei höheren Geschwindigkeiten verschlechtern würden.

Das Gericht stellte zudem fest, dass der Flugbetrieb bei Windstärken unter 20 km/h wie gewohnt fortgesetzt werden könne. Es urteilte, der Verein sei im Genehmigungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden. Da der Windpark in einer im Landesentwicklungsplan ausgewiesenen Energiezone liegt, entspreche das Projekt den geltenden Vorschriften.

Mit der Ablehnung des Eilantrags kann der Windpark nun wie geplant realisiert werden. Die Richter bestätigten, dass die Anlagen die Aktivitäten des Vereins nicht wesentlich beeinträchtigen werden. Das Urteil unterstreicht zudem die Eignung der Energiezone für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Quelle