Über 1.000 Menschen demonstrieren in Köln gegen Rassismus und AfD-Politik
Amelie KleinÜber 1.000 Menschen demonstrieren in Köln gegen Rassismus und AfD-Politik
Über tausend Menschen zogen am Sonntag durch Köln, um gegen Rassismus zu protestieren. Die von dem Bündnis "Köln stellt sich quer" organisierte Demonstration markierte den Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung. Obwohl die Teilnehmerzahl geringer ausfiel als erwartet, machten die Demonstranten mit Transparenten und Fahnen deutlich auf sich aufmerksam.
Der Marsch startete am Südermannplatz und führte über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Die Polizei hatte mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet, doch erste Schätzungen gingen von etwas mehr als 1.000 Menschen aus. Trotz der kleineren Menge blieb die Stimmung entschlossen.
Bei der Kundgebung nahe dem Rudolfplatz zog ein Wagen des Satirikers Jacques Tilly die Blicke auf sich. Bekannt für seine scharfe Kritik an der rechtspopulistischen AfD, verleiht Tillys Werk solchen Veranstaltungen oft eine markante visuelle Note. Viele Protestierende trugen Schilder mit Parolen wie "Herz statt Hass" und positionierten sich damit klar gegen Rassismus und die Politik der AfD.
In den vergangenen Jahren hatten Antirassismus-Demonstrationen in Köln deutlich mehr Zulauf. So nahmen im November 2021 rund 12.000 Menschen am "Köln gegen Rechts"-Marsch teil, im März 2022 versammelten sich sogar 15.000. Schlüsselfiguren bei der Organisation dieser Proteste waren unter anderem das Künstlerkollektiv "Rimini-Protokoll", die Initiative "Die Vielen" und die Gewerkschaft ver.di.
Die Demonstration endete mit einer Abschlusskundgebung am Rudolfplatz, wo Rednerinnen und Redner die Forderungen nach Gleichberechtigung und Solidarität unterstrichen. Auch wenn die Teilnehmerzahl in diesem Jahr hinter früheren Veranstaltungen zurückblieb, stand doch der gemeinsame Einsatz gegen Diskriminierung im Mittelpunkt. Organisatorinnen, Organisatoren und Teilnehmende nutzten den Tag, um ihr klares Bekenntnis gegen Rassismus in Köln zu erneuern.






