Koblenz feiert den Aschermittwoch 2026 mit Kunst und Besinnung unter dem Motto "erschöpferisch"

Marie Fuchs
Marie Fuchs
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Eine Wandmalerei auf der Seite eines Gebäudes zeigt einen Mann in einem blauen Hemd mit einem verschmitzten Ausdruck, der einen leuchtend gelben Apfel auf seinem Kopf hölt, mit der Aufschrift "Puma" an der Wand.Marie Fuchs

Koblenz feiert den Aschermittwoch 2026 mit Kunst und Besinnung unter dem Motto "erschöpferisch"

Koblenz begehte den Aschermittwoch 2025 mit einem einzigartigen kulturellen und religiösen Ereignis

Am 18. Februar 2026 läutete Koblenz mit einem besonderen Fest die Fastenzeit ein: Der traditionelle Aschermittwoch der Künstler verband Kunst, Musik und Besinnung unter dem Motto "erschöpferisch" – ein Wortspiel zwischen "erschöpfend" und "schöpferisch". Im Mittelpunkt stand Barbara Gröbls beeindruckende Installation "Mensch", die in der Herz-Jesu-Kirche als hängende Skulptur aus Leinenarmen und -händen zu sehen war, die Äpfel umklammern.

Der Abend begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, geleitet von Superintendent Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und Dechant Thomas Darscheid der Katholischen Kirche. Organist Joachim Aßmann begleitete die Feier musikalisch, während sich ein breites Spektrum lokaler Künstler am Programm beteiligte. Mitwirkende waren die Rheinische Philharmonie, die Musikschule Koblenz, das Koblenzer Jugendtheater, der Jugendkammerchor, der Opernchor sowie Schauspieler des Theaters Koblenz.

Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt eine Rede, in der er das Wortspiel "erschöpferisch" und dessen Bezug zu Kreativität in einer von Selbstoptimierung besessenen Kultur analysierte. Zudem setzte er sich mit Sigmund Freuds Idee des "prothetischen Gottes" auseinander und hinterfragte, wie Macht und Konsum das moderne Leben heute prägen.

Im Anschluss an den Gottesdienst zog das Publikum weiter ins Künstlerhaus Metternich, wo die Ausstellung "Ein Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND SCHÖPFERISCH" des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK) eröffnet wurde. Gröbls Installation "Mensch" bleibt bis Sonntag, den 15. März 2026, während der regulären Öffnungszeiten in der Herz-Jesu-Kirche zu sehen.

Die Veranstaltung verband künstlerischen Ausdruck mit religiöser Tradition und profitierte von den Beiträgen Koblenzer Kulturinstitutionen. Sowohl Gröbls Installation als auch die begleitende Ausstellung sind noch mehrere Wochen für die Öffentlichkeit zugänglich – und laden dazu ein, sich weiter mit dem Spannungsfeld von Kreativität und Erschöpfung auseinanderzusetzen.

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